Springer Chef Döpfner über seine Ansicht der Internetkultur

Frisch erwacht und schon einmal aufgeregt. So lautet praktisch meine heutige Devise. Einmal fix golem.de überflogen und schon war mir nach dem ersten Stuhlgang zumute als ich die Aussagen von Herrn Döpfer verfolgen durfte. Widerlich, kann ich an dieser Stelle nur sagen. Dass die dort getroffenen Aussagen, wie z.B. Informationen sollten nicht kostenlos im Internet verfügbar sein, nur von einem Chef des Springer-Verlags stammen kann, leuchtet irgendwo ein. Dass dieser Mensch mit seinen Aussagen leider Gottes auf ein Medium abzielt, welches den Grundgedanken des freien Informationsaustausch beinhaltet, verursacht mir dann doch Kopfschmerzen. Ein Verlag der Abermillionen mit der BILD-Zeitung (und zahlreichen anderen Formaten) verdient und dadurch Profitschwund befürchten muss, scheint diesen wohl zu veranlassen, Menschen die für freie Information stehen als Webkommunisten zu betiteln. Und die Forderung nach kostenpflichtigen Informationen habe ich in der Vergangenheit immer öfter zur Kenntnis nehmen müssen. Meist wurden diese nämlich von Verlagsvertretern alá Döpfner getätigt. Ich hoffe allerdings dass diese Stimmen ungehört im Nichts untergehen werden. Zumal hätten die es wohl auch relativ schwer, unter allen Quellen im www ihre als kostenpflichtig zu vertreiben. Lustig zu sehen ist dann meist, dass Konzerne die an ihren alten Geschäftsmodellen hängen, in der Regel nicht in der Lage sind ihre Denkweisen zu ändern und neue Wege zu bestreiten, sondern dann auf irgendwelche Verschärfungen diverser Reglements plädieren. So auch wunderbar zu sehen an der Musikindustrie, die schon konkrete Vorderungen vorlegten. In einem früheren Bericht schrieb ich darüber schonmal. Mein abschliessender Tipp an dieser Stelle: Als einer von Deutschlands größten Verlagshäusern sollte man doch eigentlich in der Lage sein, rückläufige Einnahmen, z.B. in den Printmedien, durch ausgereifte neue Geschäftsmodelle und Konzepte abzufedern. Ebenso in der Musikindustrie sollte mal überlegt werden ob es sinnvoll ist, sich einer sich verändernden digitalisierenden Gesellschaft anzupassen, bzw. genau darauf zu reagieren. Aber offensichtlich fehlt hier das benötigte Hirn! Da ist es schon eine Ecke einfacher sich dagegen zu stellen und an altbewährten Methoden festzuhalten. Man muss aber noch erwähnen, dass das Wettern seitens des Springer-Verlags auch Tradition hat. So war es ´68 nicht das Internet (dafür war die Technik wohl noch etwas ausgereift), sondern Menschen wie Rudi Dutschke, die an den Pranger gestellt wurden…





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